Jeweils 700 Euro für 700 Jahre

Drei Institutionen profitieren von Zuwendung der Sparkasse

Langenhagen (ok). Dreimal 700 Euro für 700 Jahre Langenhagen: Drei Institutionen dürfen sich jeweils über eine Spende von 700 Euro von der Sparkasse freuen. Für Cultour & Co gab‘s die Zuwendung, damit die Förderung der Jazzmatineen im Rat- hausinnenhof weiterhin „umsonst und draußen“ und mit Band von guter Qualität gesichert ist. Die Aktion Kindertraum organisiert zusammen mit dem Mustang-Stammtisch ein Kinderfest für durch Krankheit oder Unfall benachteiligte Kinder, de- Foto: O. Krebs nen damit ein Herzenswunsch erfüllt werden soll. Und das Kleine Musiktheater möchte sich eine Beleuchtungsanlage für ihre Aufführungen anschaffen. Unter anderem profitiert davon auch der „Musikalische Salon“ im Forum.

Jazz-Matineen laufen weiter

Langenhagen (kr). Letztlich ging es nur um 800 Euro jährliche Kosten für die Nutzung der Toiletten im Rathaus während der beliebten Jazz-Matineen im Rathaus-Innenhof, mit der die Stadtverwaltung den veranstaltenden Verein Cultour & Co. belastete. Der Verein reagierte überspitzt, als der Vorsitzende Horst-Dieter Soltau daraufhingleich die Fortsetzung derHofkonzerte in Frage stellte. Die Stadtverwaltung schlug auch nicht gerade professionell zurück, als sie bemängelte, dass Cultour & Co. nie einen Antrag gestellt habe, Geld aus dem mittlerweile von 75.000 auf 18.000 geschrumpften Stadtmarketing- Topf zu bekommen. Cultour & Co. hatte jedenfalls bereits in einem Brief vom 25. Februar dieses Jahres die Stadt gebeten, die Kosten für die Toiletten – das Schreibenliegt demECHOvor – „als Sponsoring zu übernehmen“. Damit sollte nach Ansicht des Vereins der Bezuschussungsbedarf angemeldet worden sein. Sich nun über die korrekte Form zu streiten, dient sicher nicht der Sache. Aber das alles scheint inzwischenglücklicherweiseSchnee von gestern zu sein. In einem gemeinsamen Treffen wollen Cultour & Co. und Bürgermeister Friedhelm Fischer Anfang September die Irritationen endgültig begraben. Cultour & Co. hat bei einem Gespräch mit dem Langenhagener ECHO jetzt eindeutig erklärt, die Hofkonzerte auch im Jahr 2012 fortzusetzen – trotz aller Schwierigkeiten, immer wieder Sponsoren zu finden. Da sich Friedhelm Fischer ohnehin zu dem für Langenhagen positiven Image-Effekt der in Deutschland einzigartigen Veranstaltungsreihe – „umsonst und draußen“ – bekannte, und die Stadt 1500Euro zu den Jazz-Matineen beisteuert, dürfte dem nachhaltigen Erfolg des Gespächs mit Cultour & Co. nichts mehr im Wege stehen. In diesem Zusammenhang müssen allerdings dieAktivitäten des Caterers, der die Bewirtschaftung während der Jazz-Matineen betreibt, ohne Vorbehalte beurteilt werden. „Von der Toiletten-Öffnung profitiert in erheblichem Umfang der gewerbliche Betrieb“, hatte das Ordnungsamt befunden, deshalb könne sich Coultur&Co. das Geld vom Caterer zurückholen. Die Realität sieht allerdings anders aus: Der Gastronom finanziert nicht nur die teuerste Band der Veranstaltungsreihe, er stellt auch bei jedem Konzert auf eigene Kosten Sitzgelegenheiten für rund 250 Besucher zur Verfügung. Bereits zum Konzertbeginn sind die besten dieser Plätze belegt, und zwar auch von Besuchern, die während der Veranstaltung nichts verzehren, aber gerne die vom Wirt gestellten Sitzplätze gratis nutzen. Würde es sich hier um einen geschlossenen Biergarten handeln, gäbe es mit Sicherheit einen Verzehrzwang, auf den der Langenhagener Wirt im Rathaushof allerdings auch im Sinne des Stadtmarketings verzichtet. Im Gegensatz zu früheren Zeiten gibt es draußen auch keinerleiAufpreise auf die Getränke.Muss derWirt dennoch für alle Besucher für Toiletten sorgen? Auch diese Frage dürfte beim angekündigten Gespräch geklärt werden. Nicht zu vergessen: Auch die 21. Konzertreihe der Hofkonzerte überzeugte mit einem tollen Programm. Für das überzeugende Finale sorgte das wohl unumstritten beste Jugend-Jazzorchester Deutschlands, die Big Band des GymnasiumsBerenbostel.Mit raffinierten und anspruchsvollen Arrangements überzeugten die jungen Musikanten auch ein mehr auf Dixieland geeichtesPublikum. Riesenbeifall für die ungemein swingende Formation, die das Glück hat, von einemderartig profilierten Bandchef wie Bodo Schmidt ausgebildet und inspiriert zu werden. Der Publikumsliebling der acht Konzerte der Saison 2011 war sicherlich der versierte Posaunist, ungemein witzige Sänger und Entertainer Jaroslav Zeleny der Oldtimers Jazzband aus Prag, die zwei Wochen zuvor aufgetretenwar. Sie hat in denletzten 35 Jahren schon hochkarätige Preise eingespielt. Für musikalische Highlights bei den Soli sorgten vor allem Klarinettist und Sopran- Saxofonist Michal Zpevak und Banjo-Virtuose Petr Krumphanzl. Ein besonderes Lob des Veranstalters ging an die SwingtownJazzmen, dienunschonzum 21. Mal mitwirkten. Sie hatten das allerschlechteste Wetter erwischt, präsentierten sich aber dennoch in allerbester Spiellaune, obwohl sie alle 30 Minuten das ansteigende Regenwasser mit einem Besen von der Bühne fegen mussten.

Jazzmatineen: Streit ums Geld

 

Die Saison ist zu Ende – zumindest für die Jazzfreunde in Langenhagen. Sie hoffen auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr, doch eine feste Zusage gibt der Verein Cultour & Co als Veranstalter nicht. Von AntJE BiSmArk LAnGEnhAGEn. Die Big Band des Gymnasiums Garbsen setzte am Sonntag den Schlusspunkt hinter die Jazzmatineen 2011. Unter der Leitung von Bodo Schmidt präsentierten die jungen Musiker ein abwechslungsreiches Programm, während viele der etwa 700 Zuhörer im Rathaushof bereits über eine Fortsetzung der Musikreihe im nächsten Jahr diskutierten. Es hängt von den Finanzen ab, wie Horst-Dieter Soltau vom Veranstalter Cultour & Co sagte. Seinen Angaben zufolge hat der Verein in diesem Jahr insgesamt 800 Euro an die Stadt überwiesen. „Dafür öffnen wir das Rathaus mit ebenerdigen Toiletten und stellen einen Sicherheitsdienst“, sagt Karin Saremba vom Fachdienst Ordnung. Dies geschehe auf Wunsch des Vereines seit drei Jahren. „Eine öffentliche Toilette gibt es im Umfeld nicht“, hält Soltau dagegen – eine Toilette im benachbarten Restaurant sei für Menschen mit Handicap wegen einer steilen Wendeltreppe nicht zu erreichen. Einen zweiten Posten muss nun der Caterer bezahlen, der im 300 Quadratmeter großen Hof die Tische und Stühle aufstellt und die Zuhörer bewirtet. Pro Matinee berechnet die Stadt 60 Euro. Eine Rate wird erlassen, weil der Caterer als Sponsor auftritt. Inklusive Verwaltungsgebühr muss der Gastwirt 462 Euro zahlen – zu viel wie Soltau meint. Er fürchtet, dass künftige Matineen letztlich an den städtischen Forderungen scheitern werden, obwohl sich diese nach Aussage Sarembas seit Jahren nicht erhöht haben. Aber: „Die Suche nach Sponsoren wird immer schwieriger“, weiß Soltau aus Erfahrung. Er würde sich deshalb mehr Unterstützung aus dem Rathaus wünschen, auch weil ein Stadtmarketing fehlt. Dabei ist sich Soltau der Unterstützung der ungezählten Zuschauer sicher. „Es wäre mehr als enttäuschend, wenn die Jazzmatineen am Geld scheitern“, sagt Hans-Jürgen Schrank, der seit mehr als fünf Jahren von Wettmar nach Langenhagen fährt. „Die Stadt bekommt doch schon Geld über Steuern und Konzessionsabgaben“, sagt der Jazzfan. Auch Waltraud Ridder sieht die Stadt in der Pflicht: „Die Verwaltung sucht nach Möglichkeiten, die Leute ins Zentrum zu holen, und setzt Bewährtes aufs Spiel“, sagt sie und will mit den Ratsfraktionen über dieses Thema diskutieren.

Jazzreihe wird auch im Jahr 2012 fortgesetzt

 

Pünktlich zu Beginn der Jazzmatinee im Rathaus-Innenhof ist gestern die Sonne aufgetaucht. Die Veranstalter haben nach eigenen Angaben trotz des miserablen Sommers in diesem Jahr noch Glück gehabt. Jeden Auftritt haben zwischen 200 und 400 Besucher verfolgt. Von SVen WARnecke LAnGenhAGen. Gestern – zur Halbzeit der Veranstaltungsreihe – ist es im Rathaus-Innenhof international zugegangen: Auf der Bühne standen Yerba Buena Hot Five aus Rotterdam. Die Band orientiert sich am Hot-Jazz der zwanziger Jahre. Die Musiker alter Schule bestechen mit unglaublicher Musikalität und instrumentaler Sicherheit. Bei jedem Solo – ob instrumental oder stimmlich –gab es von den annähernd 400 Zuhörern Szenenapplaus. Eine gute Botschaft für die Jazzfreunde hatte gestern Horst-Dieter Soltau vom veranstaltenden Verein Cultour & Co parat: Es geht im nächsten Jahr mit der Musikreihe im Sommer weiter. „Auf alle Fälle“, betonte Soltau. Auch dann wieder unter dem Motto „umsonst und draußen“. Dank der Sponsoren sei es den Verantwortlichen in diesem Jahr wieder gelungen, das Jazzvergnügen kostenlos anzubieten. Allerdings kritisiert Soltau dabei ein wenig das Verhalten der Stadt, die sich das Öffnen der Rathaustoiletten von Cultour & Co bezahlen lässt – seinen Angaben zufolge pro Sonntag 100 Euro. „Das könnte die Stadt uns mal erlassen, schließlich machen wir hier Stadtmarketing vom Feinsten“, sagte Soltau. Die hannoverschen Swingtown Jazzmen erobern dann am 14. August von 11 bis 14 Uhr die Bühne auf dem Innenhof des Rathauses, eine Woche später folgt die Oldtimers Jazzband aus Prag. Zum Abschluss der Jazzmatineereihe ist die Big Band des Geschwister- Scholl Gymnasiums aus Garbsen zu Gast in Langenhagen. Weitere Informationen sind im Internet auf www.jazzmatinee.de erhältlich.

Zuschauer swingen im Rathaus-Innenhof mit

Zuschauer swingen im rathaus-innenhof mit

Grauer himmel und rappelvoller rathaus-innenhof: das unbeständige und kühle Wetter hat die Anhänger der Jazzmusik nicht davon abgehalten, gestern den Pinkspots – begleitet von der Combo hutklub – zuzuhören. das Jazzmatinee hatte trotz gelegentlicher Schauer große Anziehungskraft. VoN KATeriNA JAroliM-VorMeier lANgeNhAgeN. Die Bänke und Stühle in Rathaus-Innenhof füllten sich ruckzuck, als die Pinkspots die Bühne betraten. Viele der Besucher stellten sich auch unter die Arkaden, um geschützt den Auftritt der siebenköpfigen Jazzband aus Hildesheim und Berlin zu verfolgen. Die Damen der Band tragen schräge, pinkfarbene Schleifchen im Haar und dazu farblich abgestimmte, passende Kleider. Mit dem Titel „Wunderschöner Tag“ zeigen die drei Damen – trotz verhangener Wolken – auf der Bühne, was Swing bedeutet. Ein fröhliches Lächeln im Gesicht, wippende Füße und eine vielsagende Gestik gehören ebenso dazu wie die typischen Melodien. Mit dem bekannten Klassiker „Lollypop“ unterhielten sie im Stil der Dreißiger Jahre und zogen das Publikum in ihren Bann. Die Veranstaltungsreihe Jazzmatinee wird am nächsten Wochenende fortgesetzt: Dann sind am Sonntag, 31. Juli, die Jazz Buddies aus Hannover in Langenhagen zu Gast. Unter dem Motto „umsonst und draußen“ veranstaltet der Verein Cultour & Co. in den Sommermonaten von 11 bis 14 Uhr die Open- Air-Konzerte. Noch bis Ende August werden vier Jazzgruppen auf der Bühne erwartet. Die Holländer Yerba Buena Hot Five treten am 7. August auf. Eine Woche später kommen die Swingtown Jazzmen. Die Oldtimers aus Prag swingen am 21. August im Hof, und den Abschluss bildet die Bigband des Gymnasiums Berenbostel.

Zum Jazz am Rathaus tanzt der Fan in Trauer

Zum Jazz am rathaus tanzt der Fan in Trauer

Viertelfinal-Aus der Fußballfrauen trübt Stimmung nur wenig

von rebekka neander langenhagen. Nun hatte er den Schal doch gekauft. Da muss man ihn doch auch mal tragen. Was aber, wenn die Fußballfrauen am Abend zuvor völlig unerwartet aus dem Turnier fliegen? Na, dann kombiniert Karl-Friedrich Müller seinen Schal eben mit einer Trau- erkrawatte. Der Stimmung des Bissendor- fers bei der gestrigen Jazzmatinee im Rathaus-Innenhof tat das 0:1 gegen Japan jedoch keinen Ab- bruch. Müller tanzte, wie schon so oft in den vergangenen 19 Jahren, trotzdem beschwingt vor der Büh- ne. Auf dieser stand gestern, im Ge- gensatz zum völlig verregneten Saisonauftakt am 3. Juli nun bei lauschigen Temperaturen, die Jazz Steps Band aus Budapest. Gerade auf Deutschlandtour und deshalb für den Verein Cultour & Co als Gastgeber „bezahlbar“, wie Mitor- ganisator Horst-Dieter Soltau sag- te. Den Auftakt mit dem Hot Jazz Orchestra Hannover hat das Publi- kum im Übrigen Karl-Friedrich Müller zu verdanken. Als „Maskottchen“ des Vereins, so Soltau, sammelt Müller wäh- rend nahezu jeder Matinee im Pu- blikum Spenden. Das gestern ge- sammelte Geld fließt in den Sai- sonauftakt im nächsten Jahr. Noch sechs Konzerte sind für diesen Sommer geplant. Ermöglicht wer- den sie durch einen Sponsorenpool verschiedener Firmen. Das Gast- spiel aus Budapest indes ist allein der Spende von Holger Kunze und seinem „Langenhagen Classic“ zu verdanken. Am 24. Juli stehen von 11 bis 14 Uhr die Pinkspots auf der Bühne, am 31. Juli die Jazz Buddies aus Hannover. Den Abschluss bil- det am 28. August die Bigband des Gymnasiums Berenbostel.

Hot Jazz half gegen die Kälte

 

Hot Jazz half gegen die Kälte

Trotz des Regenauftakts der Hofkonzerte kamen mehr als 200 Fans

Langenhagen (kr). Diese Band machte ihrem Namen alle Ehre: Das Hot Jazz Orchestra Hannover heizte dem Publikum beim Sai- sonauftakt der Hofkonzerte mächtig ein. Und das war auch wirklich nötig, denn zu den kal- ten Temperaturen gesellten sich einmehr alsungemütlicherWind sowie mancher Regenschauer. Dennoch fanden im Laufe der Veranstaltung mehr als 200 Be- sucher den Weg in den Rathaus- Innenhof.

Und sie bereuten ihr Kommen keineswegs. Denn die acht Musiker auf der Bühne lie- ßen sich von den Witterungsver- hältnissen überhaupt nicht beein- drucken.MitTitelnwieRoyalGar- den Blues, Baby Won`t You Please Come Home, Panama Rag und Mathilda boten sie eine perfekte Show. Die „uralt“ aufgestellte For- mation mit zwei Banjos, Sousa- phon, Schlagzeug und Piano so wie den drei obligaten Bläsern – Trompete, Klarinette und Posau- ne – bewies große Spielfreude, mannigfaltige Rhythmen sowie überzeugende Soli. So sah auch Horst-Dieter Soltau vom Vorstand des veranstaltenden Vereins „Cul- tour & Co.“ den regnerischen Auftakt zur achtwöchigen Jazz- matinee-Serie sehr gelassen. „Das war sicherlich der kälteste Beginn der nun schon 21-jährigen Veran- staltungsreihe. Dennoch sind wir mit der Zahl der Fans sehr zufrie- den. Und statistisch gesehen ist die große Mehrheit der Hofkon- zerte ohnehin mit Sonne geseg- net.“ Am nächsten Sonntag, 10. Juli, sind die Profis von der re- nommierten Jazz Steps Band aus Budapest zu Gast. Ihr mitreißend interpretiertes Repertoire lässt die golden Zeiten der 30er und 40er Jahre wieder aufleben. Die vor elf Jahren gegründete Formation hat schon in vielen Ländern ein- drucksvolle Erfolge verbucht.

Acht Hofkonzerte zum Nulltarif


Die Bands spielen bei allen Hofkonzerten ausnahmslos vor vollem Haus. Foto: K. Raap

Langenhagen (kr).
Darauf haben schonunendlichvieleMusikfreun- de gewartet: Am Sonntag, 3. Juli, starten nun schon zum 21. Mal im Rathaus-Innenhof die weit über Langenhagens Grenzen hinaus bekannten und beliebten Jazz-Ma- tineen. Unter dem Motto „umsonst und draußen“ gastieren in der Flugha- fenstadt bis zum 28. August fünf hervorragende regionale Forma- tionen und drei internationale Spitzenbands, jeweils von 11 bis 14 Uhr. Erwartet werden insgesamt mehr als 4.000 Besucher.


 

 


Die Bands spielen bei allen Hofkonzerten ausnahmslos vor vollem Haus. Foto: K. Raap

Langenhagen (kr).
Darauf haben schonunendlichvieleMusikfreun- de gewartet: Am Sonntag, 3. Juli, starten nun schon zum 21. Mal im Rathaus-Innenhof die weit über Langenhagens Grenzen hinaus bekannten und beliebten Jazz-Ma- tineen. Unter dem Motto „umsonst und draußen“ gastieren in der Flugha- fenstadt bis zum 28. August fünf hervorragende regionale Forma- tionen und drei internationale Spitzenbands, jeweils von 11 bis 14 Uhr. Erwartet werden insgesamt mehr als 4.000 Besucher. Verant- wortlich für diese in Norddeutsch- land einzigartige Veranstaltungs- reihe ist wie immer der jetzt einge- tragene Verein Cultour & Co. Vor- sitzende sind Horst-Dieter Soltau und Walter Pohl. Zu den Grün- dungsmitgliedern zählen außer- dem Hargen Depelmann, Man- fried Leymann, Gerd Melf, Udo Püschel, Ulrich Seiboth und Ute Soltau. Diese Gemeinschaft sorgte dafür, dass auch diesmal alle acht Konzerte ohne finanzielle Zu- schüsse durch die Kommune zum Nulltarif über die Bühne gehen. Das war nur möglich durch die en- gagierte Unterstützung einheimi- scher Unternehmen und durch die Spenden von Besuchern der Hofkonzerte. In diesem Zusam- menhang ist die unermüdliche Am Sonntag Auftakt mit dem Hot Jazz Orchestra Hannover Sammel-Aktivität von Karl-Fried- rich Müller zu nennen, der allen Fans als „Dauertänzer“ bestens bekannt ist und die Finanzierung einer Band sicher stellte. Den Auf- takt am Sonntag, 3. Juli, macht das Hot Jazz Orchestra Hannover, be- kannt für seine Spielfreude, schö- ne Titel und vielfältige Rhythmen. Die acht erfahrenen Musiker ga- rantieren einen individuellen Sound. Am 10. Juli kommen aus Budapest die Profis der Jazz Steps Band. Fortsetzung von Seite 1 Ihr mitreißend interpretiertes Re- pertoire lässt die goldenen Zeiten der 30er und 40er Jahren wieder aufleben. Die vor elf Jahren ge- gründete Formation hat schon in vielen Ländern beachtliche Erfolge verbucht. Am 24. Juli gibt es ein Wiedersehen mit den Hildeshei- mer Pinkspots. Drei Sängerinnen und Tänzerinnen samt vierköpfi- ger Combo entlocken Jazz-Klassi- kern mit einer ebenso glamourö- sen wie ironischen Show völlig neue Töne. Partyjazz vom Feins- ten präsentieren am 31. Juli die Jazz Buddies aus Hannover. Das Konzept des immer bestens ge- launten Quartetts: „Wir wollen un- ser Publikum glücklich machen.“ International weiter geht es am 7. August mit der Yerba Buena Hot Five aus Rotterdam. Sie interpre- tieren enorm stilsicher den Hot- Jazz der zwanziger Jahre. Versierte Musikanten mit zündenden Ide- en. Ein „Heimspiel“ haben am 14. August die Swingtown Jazzmen, die seit 1991 ununterbrochen da- bei sind. Mit dem Langenhagener Posaunisten Klaus Raap, Trompe- ter Walter Zwingmann und Gitar- rist Felix Hartmann stehen drei Musiker auf der Bühne, die die Band vor über 35 Jahren gründe- ten. Später hinzu kamen noch Sa- xofonist Siggi Gehring, Bassist und Sänger Bernd Senger und Schlagzeuger Didi Simon, eben- falls ein Langenhagener. Das Mar- kenzeichen dieses Sextetts ist das überaus breit gefächerte Reper- toire. Ähnlich alt ist die Old Timers Jazzband aus Prag, die am 21. Au- gust ihre Visitenkarte abgibt. Beim Dixieland Festival in Dres- den gehört sie seit Jahren zu den Publikumslieblingen. Auf mehre- ren international renommierten Veranstaltungen holte sie diverse Preise. Mehr als ein Geheimtipp ist die Bigband des Gymnasiums Berenbostel Rechtzeitig aus den Ferien zurück stellt sie sich am 28. August im Rathaus-Innenhof vor. Sie gilt als beste Schüler Big Band Deutschlands, hoch gelobt auch von professionellen Bandleadern wie Peter Herbolzheimer, Jiggs Whighmann und Jörg Achim Kel- ler, Leiter der NDR-Bigband. Für Sitzplätze und die gastrono- mische Betreuung durch das Lo- kal „Langenhagen Classic“ ist an allen acht Veranstaltungstagen gesorgt.

Hofkonzerte finden zum 20. Mal statt

Langenhagen (kr). Das ist schon ein beachtliches Jubiläum: Nun schon zum 20. Mal finden in diesem Jahr die beliebten Jazz- Matineen im Rathausinnenhof statt. Den furiosen Auftakter zu dieser längst weit über Langenhagens Grenzen hinaus bekannten Veranstaltungsreihe, bestimmten am 30. Juni 1991 die Golden Washboard Company aus Warschau. Die Initiative Cultour & Co. machte es schon damals möglich, attraktive Konzerte zum Nulltarif zu veranstalten. Einheimische Unternehmen fungierten dabei als Kultur-Sponsoren. Und das damalige Konzept „Umsonst und draußen“ hat auch heute noch Gültigkeit. Für die Organisation dieser Hofkonzerte hat sich Anfang dieses Jahres eine schlagkräftige Gruppe etabliert. Horst-Dieter Soltau, Gerd Melf, Walter Pohl, Udo Püschel und Klaus Raap bilden jetzt als neu belebter Zusammenschluss von Cultour & Co. in Zusammenarbeit mit dem renommierten Verein Klangbüchse den Förderkreis Jazz-Matineen. Tolle Jazz-Events Auch in diesem Sommer können sich die Musikfreunde auf neun tolle Jazz-Events freuen. Mit von der Partie sind unter anderem die Storyville Jassband aus den Niederlanden, die Oldtimer Jazzband aus Prag, das Jazz Sündikat aus Bielefeld, die Firehouse Jazzband und Alexanders Ragtime aus der Region Hannover. Den Schlusspunkt setzten wie immer die Swingtown Jazzband aus Hannover, die seit 1991 bei allen 20 Hofkonzerten dabei waren. Und was wäre ein Jubiläum ohne besondere Highlights. Udo Püschel, der schon seit über 30 Jahren Jazz-Meetings in der Flughafenstadt veranstaltet, will seinen in Jahrzehnten gewachsenen exzellenten Verbindungen noch für zusätzliche hochkarätige musikalische Überraschungen sorgen. Die Jazz-Matineen beginnen am 4. Juli und enden am 29. August. Die Gastspiele laufen sonntags jeweils von 11 bis 14 Uhr. Für Getränke und einen kleinen Imbiss wird wie schon seit zwei Jahrzehnten auch 2010 gesorgt. Eine große Zahl von Sitzplätzen wird ebenfalls angeboten. Es zeichnet sich zurzeit ab, dass die ehemaligen, seit geraumer Zeit geschlossenen Warsteiner Stuben im Rathausinnenhof noch vor dem ersten Konzert einen neuen Pächter finden werden.